Eine Börse ist ein Markt"platz" für den Handel mit Wertpapieren, Devisen, Rohstoffen und anderen Werten und Waren.
In Deutschland gibt es sieben Präsenz-Börsenplätze (die Klammerbemerkungen geben die Abkürzungen für die Börsenplätze wieder):
Der deutsche Computer-Börsenplatz ist das elektronische Handelssystem XETRA (Exchange Electronic Trading System) der Deutschen Börse.
Der weltweit wichtigste Börsenplatz ist die New York Stock Exchange (NYSE). Andere wichtige Börsenplätze sind: die London Stock Exchange (LSE), die Tokyo Stock Exchange, die Hong Kong Stock Exchange (SEHK, HKE, HKSE oder SEHK: 0388), ... und der Computer-Börsenplatz NASDAQ.
Als Präsenz-Börse (auch Parkettbörse, Parketthandel oder Präsenzhandel) bezeichnet man den traditionellen Börsenhandel im Börsensaal.
Als Computer-Börse bezeichnet man das elektronische Handelssystem für die Abwicklung von Börsengeschäften.
An der Börse werden Verkaufsaufträge (Angebote) und Kaufaufträge (Nachfragen) zusammengeführt. Aufgrund dieser Aufträge werden auch die aktuellen Kurse festgestellt.
Um an einer Börse die Entwicklung von Kursen darzustellen zu können, wurden Indizes zusammengestellt. Ein Index besteht aus einer bestimmten Anzahl von Aktien, die verschiedene Themen - zum Beispiel: Länder, Segmente, Branchen - abbilden.
Der Deutsche Aktienindex DAX fasst zum Beispiel die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften zusammen (Bluechips).
Der Dow-Jones-Industrials-Index (kurz: "Dow" oder "Dow Jones") setzt sich aus den 30 größten amerikanischen Unternehmen zusammen.
Indizes werden als Kurs-Indizes und / oder Performance-Indizes berechnet. Kurs-Indizes geben die reine Kursentwicklung wieder - bei Performance-Indizes werden auch Dividenden und andere Kapitalveränderungen berücksichtigt.
Die Börse hat zwei Symboltiere - Bulle und Bär. Der Bulle stößt mit seinen Hörnern nach oben und symbolisiert damit steigende Kurse an der Börse. Der Bär schlägt mit seiner Tatze nach unten und symbolisiert damit fallende Kurse an der Börse.
Darüber hinaus werden die Begriffe auch folgendermaßen gebraucht: Ein Bulle ist ein Börsenoptimist - ein Bär ein Börsenpessimist.
Den geschäftlichen Verkehr an der Börse regelt das deutsche Börsengesetz (BörsG). Es hat verwaltungsrechtlichen Charakter und schreibt eine Börsenordnung, die sogenannte "Satzung der Börse" vor.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit seinem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) ist das Steuerungs- und Kontrollorgan von Deutschlands Börsen auf Bundesebene.
Auf Landesebene werden Deutschlands Börsen von der Börsenaufsicht gesteuert und kontrolliert.
Darüber hinaus ist die Handelsüberwachungsstelle (HÜSt) das Steuerungs- und Kontrollorgan von Deutschlands Börsen vor Ort.
Unter dem Börsentrend versteht man die allgemeine Richtung, die der "Gesamt"-Markt aufweist. Begriffe wie: freundlich, fest, behauptet, widerstandsfähig, nachgebend und schwach werden dafür verwendet.
Obwohl es im Grunde genommen nur drei Empfehlungs-Möglichkeiten, nämlich Kaufen - Halten - oder Verkaufen gibt, werden dafür mehr als 30 Begriffe verwendet - zum Beispiel:
Wenn Kurse über einen längeren Zeitraum ansteigen, so spricht man an der Börse vom Börsenhype (Börsenhausse, Börsenboom) .
Einen Zeitraum längerer Kursverluste nennt man Baisse oder auch Börsenbaisse.
Eine Börsen- oder Spekulationsblase entsteht, wenn zum Beispiel eine total überkauft wird und mit der realen Wirtschaftsentwicklung nichts mehr gemein hat. Irgendwann steigen dann die Kurse nicht weiter und es kommt zum Absturz des Wertes - die Blase platzt.
Ein Crash, Börsencrash oder Börsenkrach ist ein plötzlicher und extremer Kurseinbruch an den Börsen.
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