![]() Börse & BörsenDiese Seite widme ich allen Aktien-Einsteigern und Börsen-Anfängern, die einen schnellen und leicht verständlichen Überblick zum Thema Börse & Börsen haben möchten! Sie können sich den Inhalt dieser Seite auch als E-Book im PDF-Format downloaden. Klicken Sie hierzu bitte auf dessen Cover:
Sie können dieses Mini-Lexikon auch Da es zu diesem Thema sehr viele Begriffe gibt, habe ich versucht, eine gewisse Ordnung in diesen Lexikon-Artikel zu bringen. Hinzu kommt, dass ich das Thema vom "Aktien"-Blickwinkel aus angegangen bin. 1. - Börse1.1 - Allgemeines zur BörseBörsengeschichte Zur Geschichte der Börse gibt es viel "Widersprüchliches" zu lesen. Ich liste hier nur drei Informationen auf: Börse Eine Börse ist der organisierte Markt"platz" für den Handel mit Vermögenswerten an dem die Zusammenführung von Angebot und Nachfrage stattfindet. Börsenarten / Börsenformen Es gibt verschiedene Börsenarten. Diese definieren sich durch ihre verschiedenen Börsenwaren - zum Beispiel: Wertpapiere, Rohstoffe, Termingeschäfte, Dienstleistungen, ... Präsenzbörse Als Präsenzbörse (auch Parkettbörse, Parketthandel oder Präsenzhandel) bezeichnet man den traditionellen Börsenhandel im Börsensaal. Computerbörse Als Computerbörse bezeichnet man das elektronische Handelssystem für die Abwicklung von Börsengeschäften. Börsensegmente / Marktsegmente Im Aktienmarkt gibt es zwei Börsensegmente: den Regulierten Markt und den Freiverkehr. 2007 wurde der Amtliche- und der Geregelte Markt zum Regulierten Markt zusammengeschlossen. Die Marktsegmente unterscheiden sich in der Strenge der Handelsvorschriften, wobei der Amtliche Markt (Regulierte Markt) die strengsten Zulassungsvoraussetzungen hat und gesetzlich geregelt ist. Börsenvorstand Der Börsenvorstand ist die Geschäftsführung einer Börse. Börsenplatz Ein Börsenplatz ist der Ort, wo Wertpapiere gehandelt werden. Dort treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Es gibt sowohl Präsenz- als auch Computer-Börsenplätze. Börsenkürzel Oft werden unter Börsenkürzel die Aktien-Kurszusätze verstanden. Man kann aber auch die Abkürzungen für die Börsenplätze darunter verstehen - siehe zum Beispiel die Klammerbemerkungen unter dem Stichwort "Börsenplatz". Börsenindex / Börsenindizes / Aktienindex / Aktienindizes Ein Index ist ein statistisches Instrument, um die Entwicklung bestimmter Größen über einen bestimmten Zeitraum darzustellen. Demzufolge stellt ein Börsenindex die Entwicklung einer bestimmten Zahl ausgewählter und zusammengefasster Aktien über einen bestimmten Zeitraum dar - zum Beispiel: 1.2 - Symboltiere der BörseBulle Da ein Bulle mit seinen Hörnern nach oben stößt, symbolisiert er an der Börse steigende Kurse. Bär Da ein Bär mit seiner Pranke nach unten schlägt, symbolisiert er an der Börse fallende Kurse. Schildkröte Da die Schildkröte für Gelassenheit steht und ihr Panzer Sicherheit und Schutz vermittelt, wurde sie als Teil einer Werbekampagne für Bundeswertpapiere eingesetzt. 1.3 - "Räumlichkeiten" der BörseBörsenparkett / Trading Floor Als Börsenparkett wird der Handelsort innerhalb eines Börsensaals bezeichnet. Zu ihm haben nur zugelassene Börsenmitglieder Zutritt. Börsenring / Börsenstand / Trading Pit Als Börsenring bezeichnet man die kreisförmige Abschrankung, an der die Händler ihre Geschäfte durch Zurufe abschliessen. Börsenschluss Mit Börsenschluss bezeichnet man den Mindestbetrag der zu handelnden Stücke für einen Abschluss an der Börse. 1.4 - Der "Gang" zur BörseBörsenpflichtblatt / Börsenkursblatt Börsenpflichtblätter werden an den deutschen Börsen täglich veröffentlicht. In ihnen werden wichtige und bedeutsame Nachrichten börsennotierter Unternehmen und Börsenprospekte veröffentlicht. Börsenprospekt / Börsenzulassungsprospekt Der Börsenprospekt informiert in Börsenpflichtblättern über die geplante Einführung eines Unternehmens an der Börse. Darin müssen laut Gesetz die bisherige Unnehmensentwicklung, Informationen zur Produktpalette, Angaben zur letzten Bilanz und Zukunftsprognosen aufgeführt sein. Börsenzulassung Der Begriff Börsenzulassung wird zweifach gebraucht: Börsengang / Börsennotierung / Going public / Neuemission / Emission Geht ein Unternehmen erstmalig an die Börse, so nennt man dies "Going public" (oder Börsengang, Börsennotierung). Dabei werden die neuen Aktien im "Publikum" untergebracht und in den "Verkehr" eingeführt (Neuemission, Emission), was zur Kapitalbeschaffung dient. Börsenabgang / Delisting Hebt eine Aktiengesellschaft ihre Börsennotierung auf, so nennt man dies Börsenabgang / Delisting. Beantragt ein Unternehmen das Delisting selbst, so spricht man vom "Going private". Eine Aktiengesellschaft kann aber auch zwangsweise delisted werden. 2. - Börsen - Gesetze - Ordnungen - ÜberwachungenBörsengesetz / BörsGDas deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es hat verwaltungsrechtlichen Charakter. Börsenordnung / BörsensatzungDie Börsenordnung ist die "Satzung der Börse", die vom Börsengesetz vorgeschrieben ist und vom Börsenrat der jeweiligen Börse erlassen werden muss. Mit ihr werden verschiedene Dinge sicher gestellt und geregelt - zum Beispiel: die Wahrung der Interessen des Publikums und des Handels und die Organisation der jeweiligen Börse. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / BaFinDas Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht beinhaltet auch das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe). Es ist das Steuerungs- und Kontrollorgan von Deutschlands Börsen auf Bundesebene. BörsenaufsichtDie Börsenaufsicht ist das Steuerungs- und Kontrollorgan von Deutschlands Börsen auf Landesebene. Handelsüberwachungsstelle / HÜStDie Handelsüberwachungsstelle ist das Steuerungs- und Kontrollorgan von Deutschlands Börsen vor Ort. Börsensachverständigenkommission / BSKDie Börsensachverständigenkommission (BSK) berät das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und die gesamte Bundesregierung in Fragen der Kapitalmarktpolitik und legt den Aufsichtsbehörden Empfehlungen vor. BörsenschiedsgerichtDas Börsenschiedsgericht ist eine Kommission, dass zumeist aus Mitgliedern des Börsenvorstandes besteht. Es entscheidet schnell über Streitigkeiten aus Börsengeschäften. 3. - BörsenhandelBörsenteilnehmerUnter Börsenteilnehmern versteht man Teilnehmergruppen, die durch die Börsenaufsicht an den Börsen zugelassen sind und in Börsenteilnehmer "mit Handelsbefugnis" (zum Beispiel: Bankvertreter und Makler) und Börsenteilnehmer "sonstige Personen" (zum Beispiel: Pressevertreter) unterschieden werden. BörsenhandelsartenIm Aktienmarkt gibt es zwei Börsenhandelsarten: den Regulierten Markt und den Freiverkehr. 2007 wurde der Amtliche- und der Geregelte Markt zum Regulierten Markt zusammengeschlossen. Die Marktsegmente unterscheiden sich in der Strenge der Handelsvorschriften, wobei der Amtliche Markt (Regulierte Markt) die strengsten Zulassungsvoraussetzungen hat und gesetzlich geregelt ist. BörsennuancenUnter Börsenusancen versteht man traditionell entstandene Handelsbedingungen, nach denen Börsengeschäfte abgewickelt werden. Sie sind international sehr unterschiedlich. Jeder Anleger muss sie kennen, damit er seine Aufträge richtig aufgeben kann. Limits gehören zum Beispiel zu den Börsennuancen. BörsengeschäftSchließen zwei Börsenteilnehmer an der Börse einen Produkt-Vertrag ab, so bezeichnet man dies als Börsengeschäft. Börsenhändler / Börsensaal-Broker / Börsenmakler / Floor-TraderHeutzutage bezeichnet man mit Börsenhändler eine Person, die an der Börse Aufträge ausführt. Floor-Trader / Local / ScalperDabei ist ein Börsenhändler, der auf eigene Rechnung handelt, ein Floor-Trader, Local oder Scalper. Floor-Broker / Pit-Broker / BörsenmaklerHandelt ein Börsenhändler allerdings auf fremde Rechnung, so wird er als Floor- oder Pit-Broker oder Börsenmakler bezeichnet. Börsenauftrag / OrderKauf- oder Verkaufsaufträge von Wertpapieren werden als Börsenauftrag oder Order bezeichnet. BörsenzwangUnter Börsenzwang versteht man die Verpflichtung aller am Wertpapiergeschäft Beteiligten, sämtliche Aufträge über die Börse abzuwickeln. Die deutschen Banken haben sich zum Beispiel in ihren Geschäftsbedingungen zum Börsenzwang verpflichtet. Der Kunde kann es allerdings anders bestimmen! 4. - Börsen - SituationenBörsentrend / BörsentendenzUnter Börsentrend versteht man die allgemeine Richtung, die der "Gesamt"-Markt zum gegebenen Zeitpunkt aufweist. Gewöhnlich wird dies mit Begriffen wie: freundlich, fest, behauptet, widerstandsfähig, nachgebend, schwach beschrieben. Börsen - Kauf-, Halten- und VerkaufsempfehlungenEs gibt lediglich drei Empfehlungs-Möglichkeiten, nämlich Kaufen - Halten - oder Verkaufen. Um solche Empfehlungen auszudrücken, werden aber mehr als 30 Begriffe verwendet - zum Beispiel: Für Kaufen: Für Halten: Für Verkaufen: Daneben gibt es auch eine Art von Schulnotensystem, das unter Börsenhype / Börsenhausse / BörsenboomEinen Zeitraum längerer Kursanstiege an der Börse nennt man Börsenhype (Börsenhausse, Börsenboom). BörsenbaisseEinen Zeitraum längerer Kursverluste an der Börse nennt man Baisse oder auch Börsenbaisse. Börsenblase / SpekulationsblaseEine Börsen- oder Spekulationsblase entsteht dann, wenn ein Markt (Aktien, Einzelaktien) total überkauft wird und damit von einer realen Wirtschaftsentwicklung losgelöst ist. Irgendwann steigen die Kurse nicht weiter und es kommt zum Absturz der Werte - die Blase platzt. Börsencrash / BörsenkrachMit Crash, Börsencrash oder Börsenkrach wird ein plötzlicher und extremer Kurseinbruch an den Börsen bezeichnet. In diesem Zusammenhang fallen auch Begriffe wie: Schwarzer Freitag - zum Beispiel am Freitag, den 13. Mai 1927 an der deutschen Börse, oder: Schwarzer Montag - zum Beispiel am Montag, den 19. Oktober 1987. 5. - Aktien und BörseBörsenkurs / Aktienkurs / KurswertAls Börsenkurs bezeichnet man den Preis einer Aktie. Er wird durch Angebot und Nachfrage an der Börse ermittelt. Börsenwert / Börsenkapitalisierung / MarktkapitalisierungDer Börsenwert eines Unternehmens entspricht der Börsen- oder Marktkapitalisierung. Sie wird berechnet, indem man den aktuellen Kurswert mit der Anzahl der emittierten Aktien multipliziert. Börsentendenzen / BörsentrendUnter Börsentendenzen versteht man die allgemeine Richtung, die der "Gesamt"-Markt zum gegebenen Zeitpunkt aufweist. Gewöhnlich wird dies mit Begriffen wie: freundlich, fest, behauptet, widerstandsfähig, nachgebend, schwach beschrieben. Börsenmonate / BörsenrhythmenNahezu jedermann kennt die Börsenweisheit "Sell in May and go away!" Übersetzt heißt dies, dass Aktionäre Ihre Aktien im Mai verkaufen und im Herbst - nach den Sommerferien - wieder in Aktien investieren sollen. Anders ausgedrückt soll es im Verlauf eines Jahres sogenannte Börsenrhythmen geben, die man zum Kaufen oder Verkaufen seiner Wertpapiere beachten sollte. BörsenumsatzAls Börsenumsatz wird die Summe aller an einer Börse gehandelten Umsätze von Wertpapieren bezeichnet. BörsenumsatzstatistikDie Börsenumsatzstatistik gibt die Anzahl der gehandelten Stücke eines Wertpapiers in einer Zeitperiode (zum Beispiel: Tag, Monat, Jahr) wieder. BörsenmantelWenn eine börsennotierte Aktiengesellschaft nur noch ihr Vermögen verwaltet, dann ist sie ein Börsenmantel (oder eine Mantelgesellschaft). Umfassende Informationen findet man hier: 6. - Börse und BörsianerBörsen-AnlegerEin konservativer Anleger ist ein Aktionär, der risikoarme Aktien kauft, in Bezug auf seine Gewinne genügsam ist und auf eine langfristige Wertsteigerung setzt. Börsen-SpekulantenEin Spekulant ist ein Aktionär, der risikoreiche Aktien kauft, mit denen er hohe Gewinne erzielen möchte und das in kürzester Zeit (innerhalb eines Tages). Börsenpsychologie / Behavioral FinanceBei der Börsenpsychologie geht es um die Beobachtung des Verhaltens von Anlegern und das zunutze machen der daraus gewonnenen Erkenntnisse. Eventuell könnte man dieses Verhalten in drei Punkte untergliedern: BörsenstrategieEs gibt sehr viele Bücher über Börsenstrategien, die sehr verschieden sein können. Ein Börsenstrategie ist von daher die Strategie, die man selbst mit seiner Anlage verfolgt - nach deren Regeln man beim Aktienkauf oder Verkauf vorgeht. Meistens ist sie eine Zusammenstellung aus folgenden Aktienanalysemethoden: der Fundamentalanalyse, der Chartanalyse, der Behavioral Finance Analyse und der Portfolioanalyse. Fundamentalanalyse / fundamentale Analyse Chartanalyse / Charttechnik / Technische Analyse Behavioral Finance Analyse Portfolioanalyse BörsenspielIm Internet werden Börsenspiele angeboten. Als Teilnehmer bekommt man ein Depot mit einem bestimmten fiktiven Vermögen. Innerhalb einer gewissen Spielzeit sollte / muss man dieses Kapital vermehren. Wer den größten Gewinn erzielt, gewinnt das Spiel. Da man ohne Risiko spielt (man verliert kein echtes Geld) und nur das große Geld im Blick hat, stellt ein Börsenspiel meines Erachtens nach kein Üben für die Praxis dar! Börsen-MusterdepotAuch Muster-Depots werden im Internet angeboten. Als Musterdepot-Aktionär "spielt" man mit fiktivem Geld. Es eignet sich hervorragend dazu, Erfahrungen an der Börse zu sammeln und Strategien zu testen. BörsenguruBörsengurus vertreiben über verschiedene Medien ihre Meinungen zur Entwicklung einzelner Aktien und betreiben auch eigene Vermögensverwaltungen. Meines Erachtens nach wird der Begriff sowohl für seriöse "Gurus" verwendet als auch für unseriöse Vermögensverwalter! 7. - Börsen - Informationen und MitgliedschaftenDiesen letzten Punkt möchte ich nicht unnötigerweise in die Länge ziehen. Nur der "Vollständigkeit" halber möchte ich zum Schluss erwähnen, dass es Börsenclubs und Börsenvereine und nahezu überall auch Börsen-Informationen gibt - zum Beispiel: im Börsenteil der Zeitung, durch das Radio, im Fernsehen, im Internet, über das Telefon, über Börsenberichte, Börsenticker, Börsenmagazine und Börsenbriefe. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Börsensoftware. © Copyright by Wolfgang Molzahn |