Etwas lässig dahergesagt könnte man behaupten, dass jeder Aktionär Stockpicking betreibt. Er wählt nach einer bestimmten Strategie ein Wertpapier aus, kauft dieses und erwartet davon einen großen Gewinn.
Stockpicking wird oft auch als Wachstumsstrategie oder Momentum Strategie bezeichnet.
Auch die Begriffe Value- und Growth-Strategie werden gebraucht. Beide Strategien werde ich auf einer weiteren Unterseite behandeln!
Mit Stockpicking wird das gezielte Investieren in einzelne Werte eines Marktes oder Sektors bezeichnet. Von der gewählten Aktie werden überdurchschnittliche Renditen erwartet.
Wer Stockpicking betreibt, fischt sozusagen im großen Aktienmeer nach dem größten Aktienfisch. Um diese Aktie zu finden, analysiert er fundamentale Daten verschiedener Unternehmen und betrachtet dabei ganz besonders deren Gewinnentwicklung. Es wird in Unternehmen, die expandieren, sich besser als der Gesamtmarkt entwickeln und dennoch für gewöhnlich zum Zeitpunkt der Analyse noch schlecht bewertet sind, investiert. Von solchen Aktien werden dann überdurchschnittliche Gewinne erwartet.
Ein Stockpicking-Aktionär ist ein risikobereiter Anleger. Da er aber aufgrund sehr umfangreicher Analysen investiert, geht er ein kalkulierbares Risiko ein.
Stockpicking ist eine mittel- und / oder langfristige Anlagestrategie.
Stockpicking ist mit viel Recherchearbeiten verbunden und benötigt deshalb einen sehr hohen Zeitaufwand. Die Theorie klingt leicht, ist aber nicht einfach umzusetzen. Gewissenhaft angewandt (wenige verschiedene Wertpapiere, schlecht bewertete Aktien) geht man ein erhöhtes Risiko ein. Für Aktien-Anfänger ist Stockpicking wohl eher nicht geeignet.
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