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Nehmen wir einmal an, Sie haben von Aktien und Börse Null Ahnung und wollen dennoch ein wenig Geld in diese Anlageform investieren. Sie suchen den schnellen Weg und stellen deshalb in einem Forum die Frage: "Welche Aktien sollte ich als Aktien-Anfänger kaufen?"
Alte Hasen wissen, was dann geschieht. Eventuell antworten 20 User und geben 40 Tipps :-). Das wäre aber nicht einmal das Schlimmste. Wenn 40 Tipps nur einfach 40 verschiedene Aktien beinhalten würden, dann könnte man aus den 40 eben ein paar vielversprechende Papiere auswählen, kaufen ... und das war's.
Was die Sache schwierig macht, ist - überspitzt ausgedrückt - die gegenseitige Verurteilung der Ratgebenden. User 1 empfiehlt diese Aktie - User 2 hält dies für Dilettantengeschwätz und gibt seinen Tipp ab - User 3 schüttelt über User 1 und 2 verbal den Kopf und ...
... und unser Aktien-Anfänger ist so schlau wie vorher. Zudem wird er natürlich noch etwas niedergemacht - in Form von "Wie kann man nur eine so dumme Frage stellen?" Selbstverständlich findet sich zwischen den Zeilen auch Nützliches. Aber das geht irgendwie unter oder wird nicht beachtet, weil es die Frage "Welche Aktien ...?" nicht direkt beantwortet.
O. K. - ich muss "leider" gestehen, dass ich so nie gefragt habe. Aber in persönlichen Gesprächen unter Kollegen in der Mittagspause habe ich dieses Szenario schon oft erlebt. Auch habe ich in Bezug auf meine Antwort viel Anfeindung erfahren müssen. Meine Sicht der Dinge kam irgendwie nie so gut an!
Deshalb gebe ich sie hier auch gar nicht preis! Vielmehr möchte ich einmal versuchen, zu ergründen, warum es so viele verschiedene Antworten gibt? Und gleich vorweg: Ich behaupte sogar, dass viele davon gar nicht so falsch sind, wie man zunächst meinen mag!
Mein Erfolg an der Börse gibt mir aber für die Antwort, die ich mir auf diese Frage gegeben habe, recht! Damit möchte ich sagen, dass ich für mich aus den Sichtweisen, die ich in diesem E-Book darlegen werde, die für mich richtige Antwort auf die Frage "Welche Aktien sollte ich kaufen?" herausgefiltert habe.
Und genau diesen Weg sollten Sie auch gehen. Wir Menschen machen vieles, ohne danach zu fragen, wie es kam, dass wir diese und nicht jene Entscheidung getroffen haben. Insbesondere als Aktien-Anfänger sollte man aber wissen, warum man welche Aktien kauft.
Die richtige Antwort und damit auch die richtige Entscheidung hat viel mit Erfolg oder Misserfolg an der Börse zu tun. Viele Aktien-Anfänger scheitern, weil sie zum Beispiel einem Aktientipp gefolgt sind, der aus dem Munde eines Vollprofis kam. Jener machte damit große Gewinne, während der Aktien-Einsteiger herbe Verluste hinnehmen musste! Ich spüre regelrecht Ihre Frage nach dem "Wie kann das sein, wenn ...?" Nun, ganz einfach: weil mit dem Kauf von Aktien die Sache noch lange nicht erledigt ist.
Ich möchte nicht weiter vorgreifen in das, was ich Ihnen mit diesem Report vermitteln möchte. Meines Wissens nach gibt es kein Buch und keinen Report, das / der schon einmal versucht hat, die Frage "Welche Aktien kaufen?" auf diese Art beantwortet hat! Aber glauben Sie mir - dieses E-Book zu lesen und für Sie persönlich umzusetzen, wird sich lohnen. Denn eines ist sicher: Sie müssen für sich persönlich die richtige Antwort finden!
Die Suche nach den richtigen Aktien könnte man auch in Anlehnung ans Lotto spielen 6 aus 27.000 nennen. So viele "Welche Aktien kaufen - Möglichkeitstreffer" zeigt nämlich der Aktien-Selector von www.comdirect.de an, wenn man bei den Kriterien "keine Vorauswahl" wählt und auch "Land bzw. Index" & "Sektor (Branche)" offen lässt.
Bei dieser Vielzahl von Möglichkeiten ist es nur verständlich, dass Aktien-Anfänger nach "Welche Aktien kaufen" fragen und die Ratgebenden mit "Tausenden" von Möglichkeiten antworten. Selbst die Wahl von "Vorauswahl - handelbar an deutschen Börsen" und "Land bzw. Index - Deutschland" zeigt noch 1.000 Treffer an!
Im Folgenden möchte ich die Frage "Welche Aktien?" von den Ratsuchenden und den Ratgebenden her beantworten. Dabei ist es mir wichtig, dass Sie sich in dem Vorgetragenen wiederfinden und künftig gemäß dieser "neuen" Einsichten Ihre Aktien herausfiltern.
Wenn jemand in einem Forum die Frage "Welche Aktien?" stellt, dann ist eigentlich schon klar, wo der Fragende steht. Der Profi und auch der fortgeschrittene Aktionär fragen nämlich nicht auf diese Weise. Sie würden ihre Frage viel differenzierter und ausführlicher vortragen.
Es ist also der absolute Laie oder ein Aktien-Anfänger, der so fragt. Und dessen Kenntnisstand liegt oftmals nahe bei null.
Ich kann das nicht beweisen, aber aufgrund meiner persönlichen Erfahrung vermute ich stark, dass der erste Aktienkauf folgendermaßen vor sich gegangen ist:
Dass dies nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein Aktionärsdasein sind, liegt auf der Hand. Und da die Thematik Aktien und Börse eine Umfassende ist, sind Negativerfahrungen des Aktien-Anfängers vorprogrammiert!
Deshalb möchte ich Sie als Ratsuchenden ermutigen, darüber nachzudenken, wie Ihr Kenntnisstand ist. Danach halten Sie diesen bitte in der folgenden Liste schriftlich fest:
Ich bin ein absoluter Laie und habe wirklich null Ahnung!
Ich bin ein Aktien-Anfänger. Mein Grundwissen ist nicht sehr hoch!
Ich bin ein fortgeschrittener Aktionär.
Ich bin ein absoluter Profi!
Es ist keine Schande ein absoluter Laie oder Aktien-Anfänger zu sein. Sie sollten nur dann, wenn Sie eine dieser beiden Aussagen angekreuzt haben, vorsichtig sein und die Antworten auf Ihre Frage "Welche Aktien?" nicht vorschnell umsetzen!
Fortgeschrittene Aktionäre oder gar Profis können diesen Report interessemäßig weiterlesen. Wirklich nötig haben Sie ihn, meiner Meinung nach, nicht!
Im Grunde genommen ist diese Voraussetzung schon im ersten Punkt zur Sprache gekommen. Es wird überhaupt so sein, dass alle Voraussetzungen auf irgendeine Weise voneinander abhängig sind und zusammenspielen.
Fortgeschrittene Aktionäre und Vollprofis werden auch beeinflusst. Der Unterschied zu Aktien-Anfängern ist aber der, dass sie mit der Beeinflussung umgehen können - sie aufgrund ihres Wissens auch durchschauen können. Natürlich heißt dies nicht, dass sie an der Börse immer nur Erfolg haben. Auch sie irren und gehen manchmal Risiken ein, die sie später bitter bereuen.
Aktien-Einsteiger werden oftmals von Gurus und Möchtegern-Aktionären beeinflusst. Da verzeichnet ein Kleinanleger Erfolge und gibt seinen todsicheren Tipp zum Besten. Die Zahlen überzeugen - das Überprüfen des ganzen Drumherums fällt wegen mangelnder Kenntnisse aus!
Auch die redegewandten Gurus vom Telefon, den hypergrafischen und superlativischen Werbebriefen und unzähligen E-Mails beeinflussen Aktien-Anfänger nicht zum Besten. Sie bequatschen dermaßen am Telefon, dass man sich nicht mehr zu wehren weiß. Widerspruch ist zwecklos und überhaupt: als Aktien-Einsteiger kaum möglich! Zudem möchte man ja am Telefon nicht unfreundlich sein - und es klingt ja auch alles so überzeugend. Auch von den Werbebriefen, gleich welcher Art, geht eine umwerfende Überzeugungskraft aus. Da ist von der Superboomaktie die Rede, andere sind stark unterbewertet und ein speziell für Sie offenbarter Geheimtipp lässt Sie auf die Schnelle reich werden!
Aber es gibt auch gute und hilfreiche Beeinflussung. Es gibt Zeitschriften, deren Tipps Hand und Fuß haben. Börsenbriefe, die gründlich recherchierte Informationen bieten. Internetportale, die gerade auch Aktien-Anfängern Hilfestellung geben ...
Die Frage ist nur, wer ist der Guru und wer seriös? Manchmal ist diese Frage recht einfach zu beantworten. Wenn alles so reißerisch geschrieben oder vorgetragen wird, dann könnte es sich da um einen Guru handeln, und wenn die Wortwahl nicht andauernd Superlativen beinhaltet, dann könnte es sich hierbei um ein seriöses Angebot handeln! Sicher ist das aber nicht, denn Ersteres könnte werbetechnisch so aufbereitet sein, dass sich das Produkt verkaufen lässt und Letzteres könnte sich als Wolf im Schafspelz entpuppen!
Dennoch sollten Sie für sich zu analysieren versuchen, woher Sie Ihre Beeinflussung / Informationen haben. Ist / sind sie
eher "gurianisch" geprägt (Wortwahl, Grafiken, sofort kaufen)
oder von seriöser Quelle (informativ, nicht reißerisch)?
Wenn Sie unter gurianischer Beeinflussung stehen, ist jede Antwort auf die Frage "Welche Aktien kaufen?" mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Sehr schnell verlieren Sie bei solchen Anlagen Ihr ganzes Geld!
Natürlich möchte ich Ihnen nun nicht einen schlechten Charakter unterjubeln. Ganz und gar nicht - wirklich nicht! Mir geht es dabei mehr um die vier unterschiedlichen Temperamente, die Menschen voneinander unterscheiden. Wo gehören Sie dazu?
Na ja - viel wichtiger als zu wissen, welches Temperament man besitzt, sind wohl deren Auswirkungen. O. K. - dann listen wir diese einmal auf:
Natürlich gibt es diese Temperamente oder Charaktereigenschaften nicht in Reinkultur, aber Aktionäre lassen sich auch in vier Typen unterteilen:
Dazu möchte ich die Frage stellen, ob wir nicht alle ein wenig - manche sehr viel! - hochspekulative Börsianer sind, weil wir dazu neigen, schnell reich werden zu wollen?
Oder - um nochmals auf die vier Temperamente einzugehen - Oberflächlichkeit, großer Optimismus und Furchtlosigkeit sind für jeden Börsianer eine Gefahr, wohingegen Selbstbeherrschung, ein gewisses Misstrauen und Gelassenheit vor vielem bewahren!
Welche Temperamente / Charaktereigenschaften stehen bei Ihnen im Vordergrund (Bitte ankreuzen!)?
Oberflächlichkeit
Optimismus
Unausgeglichenheit
Furchtlosigkeit
Entschlossenheit
Gelassenheit
Ordentlichkeit
Misstrauen
Selbstbeherrschung
Vielleicht sind es solche Dinge, die auch fortgeschrittene Aktionäre und sogar Profis scheitern lassen? Aktien-Anfänger sollten umso mehr darum wissen, wie sie von ihrem Temperament her "ticken"!
Ich habe bereits geschrieben, dass unser Ratsuchender auf seine Frage "Welche Aktien kaufen?" höchstwahrscheinlich viele verschiedene Antworten erhält. Im Grunde genommen könnte man sich darüber auch freuen. Schließlich wollte jeder der Antwortenden doch nur helfen und möglichst guten Rat erteilen.
Aktien-Einsteiger neigen aber dazu, die Antwort umzusetzen, "nach denen ihnen ihr Ohr jückt" und deren Argumente sofort einleuchten. Diese Haltung erachte ich für sehr gefährlich! Viel eher sollte er sich doch fragen, warum User 1 so antwortet, User 2 anders und User 3 eine weitere Version vorlegt?
Und überhaupt: Was sind das für Aktien, die da empfohlen werden? Standardwerte, Nebenwerte, Werte bestimmter Branchen, geheime Tipps, ...? Und welche Gefahren verbinden sich mit den verschiedenen Aktien?
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Aktien-Anfänger den Entschluss fassen, sich umfangreiche Kenntnisse zuzulegen. Denn trotz der unterschiedlichen Ratschläge möchte ich davon ausgehen, dass jeder Ratgeber es wirklich nur gut meint. Aber woher kommen dann diese Unterschiede? Genau diese Frage müssen Sie mit Ihren Kenntnissen beantworten!
Wie also trafen Sie bisher Ihre Anlageentscheidungen und wie möchten Sie dabei künftig vorgehen? Kreuzen Sie bitte die für Sie zutreffenden Vorgaben an:
Der erste einleuchtende Rat war der Beste und wurde umgesetzt!
Ich habe nur die Tipps befolgt, die das beinhaltet haben, was ich hören wollte!
Seit jeher überprüfe ich mit meinem umfassenden Grundwissen sämtliche Tipps und setze nur die um, die meiner Prüfung standhielten!
Ich möchte mich in Zukunft nicht mehr damit zufriedengeben, meine Entscheidungen nach Gefühl zu treffen!
Ich möchte mir unbedingt ein gutes Grundwissen zum Thema Aktien und Börse aneignen!
Falls Sie eine der ersten Zwei oder gar beide Vorgehensweisen angekreuzt haben, setzen Sie sich als Aktien-Einsteiger großen Verlust-Gefahren aus. Deshalb sollten Sie Ihre Bemühungen dahingehend ausweiten, künftig nach den beiden letzten Aussagen zu handeln!
Es liegt auf der Hand! Wenn Geld keine Rolle spielt, dann tun Verluste nicht sonderlich weh. Dann hat man mal eine negative Erfahrung gemacht, geht darüber hinweg und hat die Sache schon wieder vergessen. Man hat's probiert - es hat nicht sollen sein - das Leben geht weiter!
Ganz anders der Aktien-Anfänger, der eben mal ein paar mehr "Zinsen" einheimsen möchte. Da wird normalerweise das Geld ein paar Mal umgedreht, bevor es aus den Händen gegeben wird!
Aber andere Denkweisen können trotzdem dazu führen, dass man eben dennoch vorschnell den erstbesten Tipp befolgt. Ich meine damit die ganze Thematik rund um "die Zinsen, die man heutzutage für seine Anlage erhält und das Geld, das nach den Steuern übrig bleibt".
Ich höre mich noch zu meinen einstigen Arbeitskollegen sagen, dass ich unter 10 % kein Geld mehr anlegen werde, weil sich das sonst nicht lohnt! Und wenn man dann noch die Spekulationsfrist eingehalten hatte, dann war eine Anlage in Aktien wirklich eine feine Sache!
Über 10 % belachen heute viele! 10 % sind für sie überhaupt nicht mehr interessant! Und deshalb bewirkt der Hinweis auf risikoarme Aktien ein müdes Lächeln. Nein, das ist nichts für diese "Aktionäre" - das ist etwas für die ewig konservativen Verlierer! Und man hat bei diesen Diskussionen den Eindruck, dass nicht die anderen die Aktien-Anfänger sind, sondern man selbst!
Mein Rat lautet deshalb:
✔ Auch wenn Geld in Ihrem Leben keine große Rolle spielt - weil Sie es haben - sollten Sie dennoch nicht auf die oben beschriebene Weise damit umgehen!
✔ Und stellen Sie nie irgendwelche steuerliche oder sonstige finanzielle Aspekte vor Ihre vernünftigen Anlageentscheidungen. Es zahlt sich einfach nicht aus!
Ich bin davon überzeugt, dass jeder fortgeschrittene Aktionär und jeder Profi seine Aktienanlage mit einer wirklichen Strategie versieht.
Streng genommen verfolgen auch Aktien-Anfänger eine Strategie. Aber es ist fast schon Blasphemie, deren Mini-Minimal-Strategie als richtige Strategie mit Hand und Fuß zu bezeichnen.
Ich meine damit zum Beispiel die Ein-Aktienpaket-Strategie oder die Lieblingsaktien-Strategie. Bei der Ein-Aktienpaket-Strategie ist es oftmals so, dass dieses eine Aktienpaket nur Aktien eines hochspekulativen Wertpapiers enthält. Daneben gibt es keine Risikominimierung und auch keine Risikostreuung - einfach nur Aktien dieses einen Unternehmens!
Die Lieblingsaktien-Strategie ist nicht viel besser. Dort bestimmt die Begeisterung für eine bestimmte Branche und einen Wert dieser Branche die Strategie. Ich bin nur an der??????-Automobilaktie interessiert. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob diese Branche gut läuft oder eben nur vor sich hindümpelt. Hauptsache mein "Liebling" liegt im Depot.
O. K. - ich gebe zu, dass die Frage in solchen Fällen nicht unbedingt "Welche Aktien kaufen?" lautet. Die wird dann eher in der Form von "Was haltet ihr von ..." gestellt!
Wichtig ist hier nur, dass Sie sich bewusst machen, welche Strategie Sie als Aktien-Anfänger bisher verfolgt haben:
Tatsächlich - ich verfolge die Ein-Aktienpaket-Strategie!
Wenn ich's mir recht überlege, dann habe ich nur die Aktie meiner Lieblingsmarke "XY" im Depot!
Aber! Eine Strategie ist etwas ganz anderes!
Hierbei könnte ich mir wieder gut vorstellen, dass auch Fortgeschrittene diese Aktienanlagen-"Erbsünde" mit sich herumtragen. Es scheint wirklich so zu sein, dass viele Anleger diese Verhaltensweisen irgendwie von Beginn an eingeimpft bekommen haben. Nicht umsonst gibt es den Forschungszweig - oder die Anlagestrategie - des Behavioral Finance!
Was meine ich damit? Nun, ich meine damit das Gefühls-, Prägungs- und / oder Traditionsverhalten beim Aktien kaufen, dem Halten von Wertpapieren und auch bei deren Verkauf.
Wenn Aktien-Anfänger den grafischen Steilkursverlauf eines Wertpapiers vorgeführt bekommen, dann können sie sich nicht vorstellen, dass dieser Kursverlauf auch genauso steil und noch viel tiefer als beim Kauf ihrer Aktien fallen kann. Das kann und darf einfach nicht möglich sein!
Ich weiß noch sehr gut, wie um 2000 meine damaligen Kollegen plötzlich von den hochspekulativen Aktien begeistert waren. In jener Zeit sagte ich schon denselben Spruch wie weiter oben. Aber niemand glaubte mir. Beim totalen Absturz der Aktien war es zudem so, dass sich niemand mehr daran erinnerte, dass ich genau davor gewarnt hatte!
Und solche sonderbaren Verhaltensweisen setzen sich fort. Wenn die Aktie steigt, dann ist man hoffnungsvoll, wird übermütig und sogar euphorisch. Die Gier setzt ein. Und wenn die Aktie dreht, setzen erste Zweifel ein. Plötzlich kommt auch Angst auf - ja sogar Panik macht sich breit. Die Aktie fällt unter den Einkaufspreis, den man aber unbedingt wieder erwirtschaften möchte. Sie kümmert sich aber nicht um diesen Wunsch, fällt trotzdem weiter und ihr Besitzer resigniert und akzeptiert den Verlust. Zwischendurch ist er aber auch sauer und zornig. In Gedanken betrügt er sich selbst. Aber er bleibt ihr treu - ich meine damit nicht seiner Frau - NEIN, seiner Aktie bleibt er treu, die immer mehr an Wert verliert!
Es ist auch bekannt, dass Aktionäre gerne ihre guten Werte viel zu früh verkaufen und viel zu lange an den fallenden Aktien festhalten!
Und das trotz der Regel, Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen!
Prüfen Sie Ihre Gefühls-, Prägungs- und / oder Traditionsverhaltensmuster. Lassen Sie sich von Tatsachen leiten und versuchen Sie die Erkenntnisse in Ihre strategischen Vorgehensweisen einzubauen. Sagen Sie als Aktien-Anfänger ein deutliches "NEIN" zu allem, was man halt einfach nur so tut, weil man es schon immer so getan hat!
✔ Ja, ich möchte mich auch mit den Erkenntnissen des "Behavioral Finance" auseinandersetzen!
So viel zu unserem ersten Punkt, wo es darum ging, die Voraussetzungen des "Welche Aktien kaufen?" Ratsuchenden zu ergründen. Es sind dies:
Ich hoffe sehr, dass ich Sie mit meinen Ausführungen nicht langweile. Meines Erachtens nach ist eine solche Analyse für den Aktien-Anfänger sehr sehr nützlich, um für sich selbst seine brennende Frage "Welche Aktien kaufen?" zu beantworten!
Kommen wir zum 2. Punkt:
Natürlich bestimmen nicht nur die persönlichen Voraussetzungen des Ratsuchenden die Beantwortung seiner Frage. Nein, auch der Beratende wird von solchen Voraussetzungen geprägt, die seinen Rat auf nicht unerhebliche Art und Weise beeinflussen.
Damit dieses Kapitel nicht zu lange wird, möchte ich hierzu meine Gedanken in aller Kürze auflisten.
Wenn der Beratende selbst ein Aktien-Anfänger ist, wird sein Rat dementsprechend sein. Falls er selbst hochspekulative Tipps umgesetzt hat, wird er Ihnen nichts anderes empfehlen.
Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass Sie vom Profi genau dieselben Empfehlungen erhalten. Er weiß mit solchen Aktien umzugehen und kann sich mehr schlecht als recht in Ihre Situation hineinversetzen.
Es könnte aber auch sein, dass solch ein Spezialist Ihren Kenntnisstand aus der Frage herausliest und Ihnen sehr guten und leicht verständlichen Rat erteilt!
Ähnlich ist es auch bei der Beeinflussung, welcher der Beratende ausgesetzt ist. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um zu erkennen, welche "Schule" der Beratende genossen hat, noch immer genießt und seinen Rat prägt!
Auch die Beratenden haben ihr angeborenes Temperament und treffen unbewusst, gemäß ihres Charakters, ihre Anlageentscheidungen. An der Art der Aktien lässt sich dies relativ gut ablesen. Auch die Art der Schreibe kann darüber Zeugnis ablegen, wie der Ratgeber "tickt"!
Hinter jedem Ratgeber verbirgt sich auch dessen Bereitschaft, sich Grund- und Fortgeschrittenenwissen anzueignen.
Ich habe in Foren Antworten gelesen, aus denen sofort erkennbar war, dass der Ratgeber keine Ahnung hatte. Ganz besonders erschütterte mich ein Fall, bei dem eine solche Antwort vom Ratsuchenden als "Beste Antwort" gekennzeichnet wurde!
Auch gegenüber solchen Einflüssen sind Beratende nicht immun. Wo viel Geld ist, spielt es manchmal keine Rolle, einiges davon zu verlieren. Und je mehr Vater Staat Aktiengewinne beschneidet, desto größer sollen diese auch ausfallen. Eine risikoarme Anlage ist da oftmals nicht erwünscht.
Wenn ein Beratender nur ein Aktienpaket empfiehlt, dann ist meines Erachtens nach höchste Vorsicht geboten. Verfolger guter Strategien bauen immer Aktienauswahl- und risikominimierende Strategien ein. 4 besser 6 Aktienpakete sollten es auf jeden Fall sein!
Auch wenn "Behavioral Finance" noch mehr oder weniger ignoriert wird, so sollte man die bekannten "komischen" Verhaltensweisen von Aktionären entschlüsseln, ihnen unbedingt Beachtung schenken und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in der eigenen Strategie umsetzen.
Insofern ist es sehr ratsam, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
Ich hoffe, dass ich Sie mit diesem Report dazu ermutigen konnte, sich selbst als Ratsuchenden und auch die Ratgebenden etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf diese Weise kommen Sie einer fundierten Antwort auf die Frage "Welche Aktien kaufen?" ein gewaltiges Stück näher.
Viel Erfolg in all Ihren Aktien-Anlageentscheidungen wünscht Ihnen
Ihr
Wolfgang Molzahn
PS: In meinem Aktien-Anfänger-Ratgeber "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener: 4 Schritte zur kapitalen Geldvermehrung" gehe ich direkt auf die Frage "Welche Aktien sollten Aktien-Anfänger kaufen?" ein. Darüber hinaus liefere ich eine komplette und risikoarme Strategie an die Hand. Weitere Informationen zu diesem Werk finden Sie unter:
PPS: "Charttechnik - Die »Technische Analyse« für Otto Normalaktionär: 4 Werkzeuge, um den Trend vorherzusagen" ist eine Weiterführung des Ratgebers "Aktien - Vermögen für ...". Er optimiert dessen Aktiengewinn-Strategie mittels der Chartanalyse. Informationen zu diesem Werk finden Sie hier:
PPPS: Beide Ratgeber können Sie hier
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